Zurück aus dem Schnee und der Kälte.

Der Plan war eine gemütliche Schneeschuhtour durch das schwedische Lappland um ein paar neue Bilder für unser Portfolio und andere Fotoprojekte zu machen.

Leider lief bei der Tour nicht alles so, wie es geplant war. Neben dem Wetter, das für die geplanten Motive viel zu warm war, hab ich die Tour auch völlig falsch eingeschätzt.10km am Tag hörten sich vor dem Abflug eigentlich wie ein Witz an, waren aber mit ca 1,5 m Schnee und knapp 20kg Gepäck eine echte Wucht.

Was auch der Grund ist, weshalb wir nicht alle Nächte im Zelt verbrachten. Für ein paar Übernachtungen „genossen“ wir den Schutz einer kleinen unbewirteten Berghütte des SFT.

Die Berghütte hat uns vor Wind und Wetter geschützt und uns mit einem Holzofen verwöhnt.
Wir mussten aber erst mal lernen wie man im Winter und schneebedeckter Landschaft brennbares Holz sammelt und auch zum brennen bekommt. Doch dank ausführlicher Recherche im Vorfeld und der Hilfe des „Mann mit dem Fjällraeven Shirt“ – Youtube haben wir die Aufgabe mit Bravour gemeistert. So konnten wir die Hütte abends immerhin auf -8 °C einheizen.

Doch eigentlich interessieren an der Stelle ja mehr die Bilder und nicht der Reisebericht:

Hallo zusammen,

Ich bin heute durch Zufall auf einen sehr interessanten Artikel zum Thema „Fotograf sein“ bzw. „vom Fotograf sein Leben können“ gestoßen. Das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Zumal dieser Beitrag ein paar stark verkannte Fakten über meinen Berufsstand anspricht.

Denn beim Fotos machen ist es eben nicht nur damit getan, die „teure“ Spiegelreflex auszupacken und einfach mal draufzuhalten. Jedes Bild erfordert eine Idee, Recherche, Planung und akribische Arbeit!

 

Ein schöner Satz aus dem Artikel:
Sei kein Fotograf, sondern sei ein Gestalter. Sorge dafür, dass dich nicht jemand beauftragt ein Foto das er dir vorgibt zu kopieren oder nachzubauen, sondern dass dein Auftraggeber zu dir kommt und von dir möchte, dass du einfach tust, was du am besten kannst, nur eben für ihn. Dass du Ideen und Gestaltung miteinbringst. Über den Tellerrand schauen und alles wird gut.

 

Und genau das ist es, was einen Fotografen ausmachen sollte. Und wenn man die Eigenschaften mitbringt, sich reinkniet und gute Arbeit abliefert kann man auch davon leben!
Man wird zwar nicht im Reichtum ertrinken, aber überleben ist definitiv möglich.

Ich würd jedem Empfehlen den Beitrag auf Shootcamp.att mal anzulesen (ist auch nicht all zu lang)
http://shootcamp.at/1000fragen/von-der-fotografie-leben/

Zu all dem text der vorangegangenen Post, möchte ich diesmal auch ein paar Bilder zeigen.
insgesamt sind es 3 Panoramen. ein neues und 2 von früheren Reisen.
 
Zu aller erst ein Panorama aus Schweden.
unberührte Weite – Schweden

 
 

Nr. 2 – mein bisheriger Favorit
schwarze Sandwüste – Island


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sweish lappland snow covered valley

Ein Haufen Ausreden für eine simple Aussage …
Project failed …

Eigentlich wollte ich ja wirklich jede Woche eine Post einreichen, doch schon nach 13 Wochen bin ich eingeknickt und hab es nicht mehr geschafft.
Nicht mehr geschafft stimmt aber leider nicht ganz! Ich hab mir einfach nicht mehr die Zeit dafür genommen.

Statt brav meine Beiträge zu schreiben, verwendete ich die Zeit darauf andere Dinge zu tun. Das planen von Reisen oder neuen Shootings. Auswerten und bearbeiten der Bilder des Schwedentrips, oder das basteln neuer Pixelwerke.
Mittlerweile prangt eine Lücke von 5 Beiträgen auf dem Blog, bzw. glänzt durch Abwesenheit. Das verursacht bei mir natürlich ein schlechtes Gewissen. Vornehmlich mir selbst gegenüber.

Weshalb ich nun versuchen möchte, zusätzlich zu den regulären Posts meine verpassten nachzuholen.
Und wie es der Zufall so will, werden sich alle 4 Posts mit einem Thema befassen, das mich aktuell auch schwer beschäftigt.

Panoramafotografie

Im ersten Teil möchte ich Grundlegen erläutern, was Panoramafotografie bedeuten kann und die verschiedenen Arten bzw. Einsatzgebiete beleuchten.

Also wo wird das fertige Material eigentlich eingesetzt und wozu überhaupt.

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FjällRäven - Product Picture


 

 

 
 

Ein winterlicher Trip

So… nun starten wir. Flüge sind gebucht und das Equipment ist weitestgehend komplett.
Und somit nutze ich die Möglichkeit und erstelle dieses Jahr die etwas andere Packliste. Geplant ist eine kleine Bildfolge über die Teile, die wir dieses Jahr auf unsere Trekkingtour ins winterliche Lappland mitnehmen. Im ersten Step bekommt ihr die äußerste Schicht zu sehen. Und wenn es zeitlich reicht, folgt nächste Woche der 2 te Layer.

Den Look des Bildes wollte ich kühl, puristisch und relativ streng gestalten. Aus dem Grund sind die Farben recht kühl (bläulich) und der Gesichtsausdruck sehr streng. Das starke Streiflicht hilft hierbei die dunkle Kleidung vor dem schwarzen Hintergrund abzuheben und eine klare Kante zu setzten.

Alle die es interessiert können links mittels dem Slider das Original mit dem fertigen Bild überblenden. So hat man einen 1:1 vergleich vom Kamerabild bis und dem retuschierten.

Diesmal habe ich auch wieder das Lichtdiagramm mit angehängt, um zu zeigen, wie der Lichtaufbau in unserem Studio war.
 
 
zum finalen Bild …

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Wir sind jung wir sind stark …

Vor Kurzem bin ich durch Zufall auf einen Filmtrailer gestoßen, der mich in den Bann gezogen hat. Und der Film war weit besser als ich es je erwartet hätte. Freunde der allgemein trivialen Actionunterhaltung dürften allerdings nicht wirklich auf ihre Kosten kommen.

Der Film thematisiert die ausländerfeindlichen Krawalle in Rostock-Lichtenhagen im Jahr 1992. Und das mit einer imposanten Bildsprache.
Die Bilder in diesem Film sind hervorragend gewählt und wirken beinahe wie eine Komposition aus einzigartig geplanten Fotos.

Zusätzlich zu den wunderschönen visuellen Eindrücken sind es auch der Soundtrack und die Charaktere, die den Film so sehenswert machen.
Selten war ich nach einem Kinobesuch so emotional angeschlagen.

Über die Handlung an sich möchte ich gar nicht zu viel verraten. Dafür gibt es ausreichend Seiten im Netz. Für mich ist es wichtig, dass so viele Leute wie möglich diesen Film anschauen und sich danach ernsthaft Gedanken machen. Denn dafür liefert dieses Meisterwerk aus meinen Augen ausreichend Material. Der Film wurde vor „PEGIDA“ gedreht und ist mittlerweile aktueller als je zuvor.


„Ich mache keinen kommerziellen Film. Es gibt kein Liebespaar, das zusammenkommt, es gibt keine Diven, die vietnamesische Babys aus dem Feuer retten, und keine Helden, die Nazis verprügeln. Es kann nicht sein, dass nur solche Figuren uns ins Kino oder vor den Fernseher locken.“, so Regisseur Burhan Qurbani  über seinen neusten Film „Wir sind jung. Wir sind stark“

 
 
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Post Nr. 9 – Ein leben mit dem Apfel…

 
Man braucht nicht immer eine teure Kamera um gute Bilder zu machen. Dank des iPhones, bzw. anderer Smartphones mit entsprechender Kamera haben die meisten Leute immer und überall etwas dabei, um Fotos zu knipsen.
 
Oft sind es eher nur Schnappschüsse, aber es gibt durchaus auch Fotografen, die sogar mit iPhone Bildern ihr Geld verdienen.
 
Das Bild, dass dieses Mal von mir kommt, wurde auch nur mit dem iPhone aufgenommen und editiert.
 
Wer noch mehr Beispiele von lustigen und teilweise erstaunlich guten iPhone Bildern sehen will, kann sich gerne die folgenden Links anschauen.

Links:

http://digital-photography-school.com/
https://iso.500px.com/landscape-iphone-photos/
http://kwerfeldein.de/2014/
http://www.feeldesain.com/hidden-landscape-photography.html

Mahnmal Berlin

Post Nr. 8 kommt dieses mal mit einer sehr persönlichen Botschaft.

„Wenn eine Gesellschaft aus den schwerwiegendsten Fehlern ihrer Vergangenheit nichts lernt, ist es fragwürdig, ob der Fortbestand dieser Gesellschaft überhaupt erstrebenswert ist!“


Über die Feiertage habe ich einiges an Zeit gehabt, mich mit den aktuellen gesellschaftlichen Geschehnissen auseinanderzusetzen. Und unumgänglich war natürlich das Thema Pegida und die Angst vor der Islamisierung des Abendlandes.
Aus diesem Grund habe ich für den heutigen Post auch ein älteres Bild aus meinem Archiv gewählt. Den meisten muss nicht erklärt werden, was zu erkennen ist. Für jene, die es nicht wissen, empfehle ich folgenden Link: LINK

Ich möchte nicht all zu viel zu diesem Bild schreiben, denn die Gedanken zu diesem Werk sollte sich jeder für sich selbst machen.

Ich für meinen Teil kann und werde nicht verstehen, wie man in der heutigen Zeit auch nur ansatzweise die Möglichkeit in Betracht zieht, zusammen mit den schlimmsten Randgruppen der deutschen Gesellschaft zu demonstrieren. Eine Demonstration, die zusammen mit offen bekennenden Rechtsradikalen, Neonazis und Hooligans durchgeführt wird, kann einfach nicht im Sinne normaler, intelligenter Menschen sein. Und auch, wenn es einige gibt, die die AFD nicht als rechtextreme Partei sehen, zähle ich viele ihrer Anhänger zu eben dieser Gesinnungsgruppe. Es ist möglich, dass die AFD nicht ausschließlich aus rechtem Gedankengut besteht, doch hat diese Partei einige durchaus fragwürdige und menschenverachtende Ansichten, welche für mich einfach untragbar sind.

All jenen, die bei den Pegida Demonstrationen auf die Straße gehen, um ihren Sorgen und Ängsten Luft zu machen, bzw. eine Stimme zu geben, möchte ich unsere Geschichte in Erinnerung rufen.
Frustration und Sorgen sollten niemals dazu führen, dass wir Randgruppen mit gefährlichem Gedankengut unterstützen. Vielmehr sollten wir Wege suchen, diese Randgruppen gänzlich zu verdrängen.

Eine Demonstration ist auf jeden Fall der richtige Weg, um demokratisch zu zeigen, dass vieles nicht funktioniert wie es soll, bzw. ein Großteil der Menschen es sich anders vorstellt. Doch muss dies zwingend ohne die fragwürdigen Figuren unserer Gesellschaft funktionieren. Denn die Beteiligung von diesen Personen rückt die Glaubwürdigkeit und vor allem die Ernsthaftigkeit der restlichen Demonstranten in ein äußerst schlechtes Licht!

Für den sechsten Post habe ich überlegt, ob ich einen technischen Beitrag liefere, oder eher ein paar Bilder, die man sonst nicht so zu Gesicht bekommt. Wie man sehen kann, hab ich mich für die Bilder und gegen ein rein technisches Posting entschieden.

Für alle die jetzt enttäuscht sind sei gesagt: Nächste Woche ist sicherlich was für euch dabei!
Und nun zu den Bildern:


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Nummer 5 ist wieder ein Bild, das ich während meinem leider viel zu kurzen Prag Aufenthalt vor die Linse bekommen habe. Es zeigt einen Straßenarbeiter, der nachts die Schienen mit einer Flex bearbeitet.

Was genau er damit bezweckt, erschließt sich mir immer noch nicht ganz.
Allerdings war das Motiv für mich gerade wegen dem doch so speziellen Licht so interessant.

Der Schein, der durch die funkenstobende Flex erzeugt wird, vermittelt zusammen mit den Scheinwerfern der wartenden Autos eine irreale Stimmung. Weiterlesen